Workshop: Basisschulung DSGVO

Datenschutz entscheidet sich im Arbeitsalltag, beim Umgang mit E-Mails, Formularen, Kundendaten und mobilen Geräten. Diese Basisschulung vermittelt in zwei Stunden und in 10 kompakten Modulen, was Mitarbeitende über die DSGVO wissen müssen: verständlich, praxisnah und ohne juristisches Vorwissen.

Das nehmen Sie mit:

  • Personenbezogene Daten im Arbeitsalltag sicher erkennen
  • Die Grundsätze der Datenverarbeitung und die eigene Rolle darin verstehen
  • Anfragen betroffener Personen richtig einordnen und weiterleiten
  • Datenpannen erkennen, unverzüglich melden und typische Sicherheitsrisiken vermeiden

Für wen geeignet

Mitarbeitende aller Abteilungen, die im Arbeitsalltag mit personenbezogenen Daten in Berührung kommen, ohne Vorkenntnisse. Die Schulung eignet sich als wiederkehrende Pflichtschulung und als Baustein im Onboarding.

  • Großbetrieb: Für Fachabteilungen und neue Mitarbeitende, als dokumentierbarer Baustein im bestehenden Datenschutzmanagement
  • Mittelstand: Für Teams ohne eigene Datenschutzabteilung, die eine nachweisbare Grundschulung für alle Mitarbeitenden benötigen
  • Kleinunternehmen: Für die gesamte Belegschaft an einem Vormittag, kompakt, verständlich und sofort anwendbar

Preise

Format Preis
Online, je Teilnehmer 190 €
Online, Sammelbuchung ab 6 Teilnehmenden, je Teilnehmer 152 €
Inhouse kompakt, 2 Durchgänge, bis 20 Teilnehmende 2.200 €
Inhouse voll, 3 Durchgänge, bis 30 Teilnehmende 2.900 €

Durchführung ab 6, max. 10 Teilnehmende je Durchgang. Die Inhouse-Pauschalen gelten unabhängig von der tatsächlichen Teilnehmerzahl. Beim vollen Paket ist das Zeitbudget von bis zu sechs Stunden Schulungszeit frei zwischen dieser Basisschulung und dem Workshop KI verstehen aufteilbar, Sie erledigen damit beide Pflichtthemen an einem Tag.

Im Umkreis von 50 km um Puchheim ist die Anfahrt inklusive, darüber hinaus berechnen wir 0,50 € pro Kilometer. Raum und Technik stellt der Kunde, Verpflegung ist nicht enthalten. Bei Schichtbetrieb sind andere Uhrzeiten nach Absprache möglich.

Es gibt keinen festen Kalendertermin. Nach Ihrer Anmeldung stimmen wir den Termin mit allen Interessenten ab. Bei Unterbelegung behalten wir uns eine Absage vor.

Alle genannten Preise verstehen sich netto zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.

Format

Alle Workshops werden von zertifizierten Experten gehalten.

Dauer: 2 Stunden. Die Durchführung erfolgt in deutscher Sprache.

Alle Formate mit 6 bis 10 Teilnehmenden je Durchgang:

  • Online Workshop
  • Inhouse Workshop (zwei oder drei Durchgänge am selben Tag)

Ein durchgehender Praxisfall verbindet alle zehn Module, statt Einzelbeispiele nebeneinanderzustellen. Zum Abschluss ordnen die Teilnehmenden in einer Lernkontrolle fünf Alltagssituationen selbst ein, danach folgt der Transfer auf den eigenen Arbeitsplatz.

Für eine nachhaltige Wissensvermittlung erhalten Sie ein Handout der Bildschirmpräsentation, ideal für eigene Notizen und die spätere Nachvollziehbarkeit der behandelten Inhalte. Bei Inhouse-Schulungen liegt es in Papierform vor, beim Online-Workshop stellen wir Ihnen rechtzeitig vor Beginn einen Download-Link bereit.

Ergänzend erhalten Sie bereits vor Kursbeginn eine schriftliche Teilnehmerdokumentation als PDF. Sie enthält zu jedem Modul Lernziele, Praxisbeispiele, typische Fehler und eine Checkliste, dazu einen Wissenstest mit Lösungen, ein Glossar, eine Transferkarte für die eigenen Festlegungen sowie einen Quellennachweis. Ein Anhang ordnet jedes Kapitel den passenden Präsentationsfolien zu. Auch nach dem Workshop stehen wir Ihnen gerne für Fragen zur Verfügung.

Alle Teilnehmenden erhalten im Anschluss eine persönliche Teilnahmebestätigung, als Nachweis für Ihre Schulungsdokumentation.

Rechts- und Quellenstand der Unterlagen: 31. August 2026. Berücksichtigt sind die DSGVO, das BDSG sowie das seit Mai 2024 geltende DDG und das TDDDG.

Wir empfehlen, die Basisschulung regelmäßig zu wiederholen, üblich ist ein jährlicher Turnus.

Für Bestandskunden mit laufendem Dienstleistungsvertrag sind jährlich 10 Schulungsplätze kostenfrei, frei aufteilbar zwischen dieser Basisschulung und dem Workshop KI verstehen, maximal 3 Plätze je offenem Online-Termin. Die Freiplätze werden 14 Tage vor dem Termin bestätigt, soweit Plätze verfügbar sind. Nachweis über die Vertragsnummer bei der Anmeldung.

Inhalt


Sie erfahren, was die DSGVO regelt, warum sie seit dem 25.05.2018 unmittelbar in allen Mitgliedstaaten gilt und was das Marktortprinzip für Ihr Unternehmen bedeutet, der Unternehmenssitz ist dabei nicht entscheidend. Sie können BDSG, Landesdatenschutzgesetze sowie das seit Mai 2024 geltende DDG und das TDDDG in den Gesamtrahmen einordnen und wissen, warum Datenschutz betrieblich relevant ist: Haftungsreduktion, Imageschutz, Risiko- und Qualitätsmanagement, Organisations- und Mitarbeiterschutz sowie Compliance.

Sie lernen, dass es beim Datenschutz um den sorgfältigen und sicheren Umgang mit personenbezogenen Daten geht und warum die automatisierte Verarbeitung ein besonderes Gefährdungspotenzial für die betroffene Person darstellt. Sie kennen die klare Abgrenzung: Daten juristischer Personen, etwa ein Firmenname, sind durch die DSGVO nicht geschützt.

Sie kennen die gesetzliche Definition personenbezogener Daten und verstehen, dass bereits die Identifizierbarkeit einer Person ausreicht, etwa über Kennnummern, Standortdaten oder Online-Kennungen. Anhand von Beispielen und Gegenbeispielen (Handelsregisternummer, allgemeine Funktionspostfächer, anonymisierte Daten) gewinnen Sie Sicherheit in der Abgrenzung. Ergänzend behandeln wir die besonderen Kategorien personenbezogener Daten und die erhöhten technischen und organisatorischen Anforderungen an ihren Schutz.

Sie können betroffene Person, Verantwortlichen, Empfänger, Datenschutzbeauftragten, Auftragsverarbeiter und Aufsichtsbehörde unterscheiden und wissen, welche Rolle jeweils welche Aufgaben hat. Der Fokus liegt auf den Kontaktpunkten im Alltag: Anfragen betroffener Personen sind unbedingt ernst zu nehmen, und Datenschutzbeauftragter sowie Verantwortlicher gehören frühzeitig in jede datenschutzrelevante Entscheidung eingebunden.

Sie lernen die tragenden Grundsätze kennen: Rechtmäßigkeit mit dem Verarbeitungsverbot unter Erlaubnisvorbehalt, Verarbeitung nach Treu und Glauben, Transparenz, Richtigkeit, Zweckbindung, Datenminimierung, Speicherbegrenzung sowie Integrität, Vertraulichkeit und Sicherheit. Ergänzend ordnen wir die Rechenschaftspflicht des Verantwortlichen ein, mit Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, technischen und organisatorischen Maßnahmen, Risikoanalyse und Datenschutz-Folgenabschätzung.

Sie verstehen den Unterschied zwischen Datenschutz durch Technikgestaltung und Datenschutz durch datenschutzfreundliche Voreinstellungen: Das eine betrifft die Gestaltung von Systemen und Abläufen, das andere die Standardeinstellungen von Hard- und Software. Beides wird an Beispielen aus der täglichen Systemnutzung veranschaulicht.

Sie kennen die Rechte auf Information und Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerspruch und Datenübertragbarkeit sowie das Recht auf Schadensersatz und Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde. Sie wissen, welche Informationen dem Betroffenen bereits zum Zeitpunkt der Erhebung mitzuteilen sind, warum eingehende Anfragen sofort weiterzuleiten sind und wo gesetzliche Aufbewahrungspflichten einer Löschung entgegenstehen.

Sie erfahren, wann bei der Weitergabe personenbezogener Daten an Dritte ein Auftragsverarbeitungsvertrag erforderlich ist und warum die Verantwortung auch bei ausgelagerter Verarbeitung beim Verantwortlichen verbleibt, typische Anlässe sind neue Tracking-Systeme oder Hosting-Verträge. Für Übermittlungen in Drittstaaten lernen Sie die zulässigen Grundlagen kennen: Angemessenheitsbeschluss der Kommission, geeignete Garantien oder die ausdrückliche und informierte Einwilligung der betroffenen Person.

Sie kennen die Rolle des Datenschutzbeauftragten und die Dokumentationspflichten des Unternehmens. Sie wissen, was als Datenpanne gilt, vom Angriff über das versehentliche Löschen bis zur unbeabsichtigten Veröffentlichung, warum die Meldung unverzüglich an den Vorgesetzten gehen muss und welche Rolle die 72-Stunden-Frist dabei spielt. Ergänzend behandeln wir den datenschutzgerechten Einsatz privater und betrieblicher Mobilgeräte sowie den Sanktionsrahmen der DSGVO mit den arbeits- und vertragsrechtlichen Folgen von Verstößen, im Workshop erläutert anhand der aktuell geltenden Bußgeldstufen.

Zum Abschluss die praktischen Maßnahmen, die den größten Unterschied machen: sichere Passwörter nach Länge und Komplexität, sinnvoller Einsatz eines Passwortmanagers in Abstimmung mit der IT, konsequentes Einspielen von Updates, kritischer Umgang mit E-Mail-Anhängen unbekannter Absender, aktueller Virenschutz und das Sperren des Arbeitsplatzes beim Verlassen. Ein zentraler Merksatz: Passwörter werden niemals weitergegeben, auch nicht auf Anweisung, ungewöhnliche Aufforderungen werden über einen zweiten Kanal verifiziert.

Häufige Fragen zur Basisschulung DSGVO


Muss ich meine Beschäftigten überhaupt schulen?

Art. 39 Abs. 1 lit. b DSGVO nennt Sensibilisierung und Schulung der an Verarbeitungsvorgängen beteiligten Personen als Aufgabe des Datenschutzbeauftragten, und nach Art. 24 DSGVO muss der Verantwortliche geeignete Maßnahmen umsetzen und deren Einhaltung nachweisen können. Eine gesetzlich fixierte Jahresfrist gibt es nicht. Unabhängig davon ist die Schulung der wirksamste Einzelhebel gegen Datenpannen, weil die meisten Vorfälle nicht technisch entstehen, sondern durch eine unbedachte Handlung.

Schaffen Sie 10 Module in zwei Stunden?

Ja. Der Ablauf ist minutengenau geplant, jedes Modul vermittelt genau das, was am Arbeitsplatz gebraucht wird. Enthalten sind zusätzlich eine Lernkontrolle mit fünf Alltagssituationen und ein Transferteil zum Abschluss. Die Vertiefung übernimmt die schriftliche Dokumentation, die Sie bereits vor Kursbeginn erhalten und die auf die jeweiligen Präsentationsfolien verweist.

Wie oft sollte wiederholt werden?

Ein jährlicher Rhythmus hat sich bewährt, dazu eine Schulung für neu eingetretene Beschäftigte. Eine gesetzlich fixierte Frist gibt es nicht, wohl aber die Pflicht, die Wirksamkeit nachweisen zu können.

Lässt sich die Schulung mit dem Thema KI verbinden?

Ja, und das ist ausdrücklich vorgesehen. Datenschutz und KI-Kompetenz nach Art. 4 KI-VO sind zwei getrennte Pflichtthemen mit derselben Zielgruppe. Beim Inhouse-Tag ist das Zeitbudget von bis zu sechs Stunden frei zwischen dieser Basisschulung und dem Workshop KI verstehen aufteilbar, damit erledigen Sie beides an einem Tag.

Bekommen die Teilnehmenden einen Nachweis?

Ja. Alle Teilnehmenden erhalten im Anschluss eine persönliche Teilnahmebestätigung, die Sie direkt in Ihre Schulungsdokumentation übernehmen können.

Gibt es feste Termine?

Nein, wir arbeiten ohne festen Kalendertermin. Sie melden Interesse an, und sobald genügend Anmeldungen vorliegen, stimmen wir den Termin ab. Bei Unterbelegung behalten wir uns eine Absage vor.

Wir haben bereits einen Datenschutzbeauftragten. Passt das trotzdem?

Ja. Die Basisschulung richtet sich an Mitarbeitende, nicht an Fachleute, und ergänzt ein bestehendes Mandat, statt es zu ersetzen. Sie ist auch dann buchbar, wenn das Mandat bei einem anderen Anbieter liegt.

Interesse an einem Workshop? Sagen Sie uns hier, welches Thema Sie brauchen. Wir stimmen den Termin ab, sobald genügend Anmeldungen vorliegen. 

Datenschutz ist Teamsache


Die Verantwortung für den Datenschutz liegt beim Unternehmen, umgesetzt wird er von jedem einzelnen Arbeitsplatz aus. Die Basisschulung schafft dafür ein gemeinsames Verständnis, und die Teilnahmebestätigung jedes Einzelnen dokumentiert, dass die Schulungsmaßnahme durchgeführt wurde. Wer vorab den eigenen Stand einschätzen möchte, findet mit unserer kurzen Checkliste zur Umsetzung der DSGVO einen guten Einstieg: 30 Fragen, kostenlos, ohne Benutzerkonto.